Über 30 Personen stehen in einem Innenhof. Vor ihnen stehen in weiß die Buchstaben H E S S E N.

Hessische Staatskanzlei

Boulderchurch in Bad Orb gewinnt Hessischen Demografie-Preis 2026

Der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Benedikt Kuhn, hat der „Boulderchurch“ in Bad Orb zum Gewinn des Hessischen Demografie-Preises 2026 gratuliert.

Bei der Ehrung sagte er am Mittwoch in Wiesbaden: „In Bad Orb ist es gelungen, ein leerstehendes Kirchengebäude wieder zu einem lebendigen Ort des Miteinanders und der Begegnung zu machen. Die Boulderchurch belebt den Ortskern, bietet ein attraktives Freizeitangebot und eröffnet damit neue Perspektiven für den ländlichen Raum. Das Projekt schlägt eine Brücke zwischen Tradition und Zeitgeist und verbindet in dem ehemaligen Kirchengebäude nach wie vor auf innovative Weise Gemeinschaft, Aktivität und Glaube. Ich gratuliere der Boulderchurch herzlich zum Gewinn des Demografie-Preises 2026.“ Der Preis ist mit insgesamt 25.000 Euro dotiert. Für den ersten Platz erhält die Boulderchurch ein Preisgeld in Höhe von 8.000 Euro.

Regionen voranbringen

Der Staatskanzleichef verwies darauf, dass die Preisträger das Miteinander in Hessen stärken und zeigen, wie die Herausforderungen des demografischen Wandels erfolgreich bewältigt werden können. „Seit 2010 macht der Hessische Demografie-Preis Projekte sichtbar, die unsere Regionen voranbringen und den gesellschaftlichen Wandel aktiv gestalten. Dass sich in diesem Jahr 110 Projekte beworben haben, zeigt, wie groß das Engagement in Hessen ist. Die eigereichten Projekte geben wichtige Impulse für ihre Regionen und zeigen, was möglich ist, wenn Menschen ihre Ideen gemeinsam umsetzen. Sie können damit auch Vorbild für andere sein, die ihre Region mit eigenen Ideen gestalten wollen.“

Das Projekt „Boulderhalle in Kirchengebäude – Boulderchurch Bad Orb“ war als eines von sechs Projekten für den Hessischen Demografie-Preis nominiert. Im Jubiläumsjahr „80 Jahre Hessen“ wird außerdem ein mit 1.000 Euro dotierter Sonderpreis an ein Projekt vergeben, das in besonderer Weise eine Brücke zwischen Tradition, Innovation und gesellschaftlichem Zusammenhalt schlägt.

Folgende Projekte wurden in diesem Jahr ausgezeichnet:

„Boulderhalle in Kirchengebäude – Boulderchurch Bad Orb“, Bad Orb, Main-Kinzig-Kreis (8.000 Euro)

Die ehemalige katholische Kirche St. Michael, die seit 2016 leer stand, beherbergt eine Boulderhalle, ein Bistro sowie verschiedene Aufenthaltsbereiche und Räume im seitlichen Gebäudeteil, den die katholische Kirche als Jugendkirche „Mountain“ nutzt.

„Leo feiert... das Alsfelder Kinderfestival“, Alsfeld, Vogelsbergkreis (5.000 Euro)

Das Alsfelder Kinderfestival „Leo feiert!“ verwandelt die gesamte Alsfelder Innenstadt in einen riesigen Abenteuerspielplatz. Mehr als 500 freiwillige Helferinnen und Helfer stellen ein abwechslungsreiches Programm für Kinder auf die Beine – mit gut 150 kostenfreien Spielestationen, darunter eine Märchengasse, eine Handwerker-Meile und ein Fußballbereich.

„Bezahlbar bauen – genossenschaftlich wohnen; Hausprototyp für Wohnungsbaugenossenschaften“, Kirchhain, Marburg-Biedenkopf (5.000 Euro)

In Kirchhain ist ein nachhaltiger Prototyp eines Mehrfamilienhauses entstanden, der als Vorbild für die Schaffung von Wohnraum gilt. Der Haustyp ist so konzipiert, dass er sowohl für den sozialen als auch für den frei finanzierten Wohnungsbau genutzt werden kann.

„Café der kleinen Schätze“, Rotenburg an der Fulda, Hersfeld-Rotenburg (2.000 Euro)

Im „Café der kleinen Schätze“ erhalten Familien ohne Termin Zugang zu Beratung und Unterstützung rund um finanzielle und soziale Leistungen. Vertreter verschiedener Behörden beraten gemeinsam vor Ort und helfen direkt bei der Antragstellung.

„Ich bin ein Teil von Schotten – Generationen sprühen Zukunft“, Schotten, Vogelsbergkreis (2.000 Euro)

Kinder, Jugendliche, Seniorinnen und Senioren gestalten gemeinsam mit dem Künstler Florian Schimke („Flowy“) öffentliche Orte und realisieren ihre Ideen sichtbar im Stadtbild.

„Zukunftsbeirat der Gemeinde Weinbach“, Weinbach, Limburg-Weilburg (2.000 Euro)

Im Zukunftsbeirat der Gemeinde Weinbach engagieren sich Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich in sechs Arbeitsgruppen für die Zukunft der Gemeinde. Themen sind unter anderem Tourismus, Infrastruktur, Klima und Energie sowie der gesellschaftliche Zusammenhalt.

„GackenRhöner Dorfinitiative“, Poppenhausen (Wasserkuppe), Fulda (1.000 Euro)

Das Projekt hat es sich zum Ziel gesetzt, trotz der teils räumlich verstreut lebenden Bevölkerung den generationsübergreifenden Zusammenhalt zu stärken und mit mehreren Aktionen eine lebendige „Ortsmitte“ zu schaffen.

Schlagworte zum Thema