Diana Stolz und eine Pilotin lächeln hinter einem orangefarbenen Modell eines Rettungshubschraubers. Im Hintergrund ist ein echter Zivilschutzhubschrauber in derselben Farbe zu sehen.

Hessisches Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege

Land stellt Weichen für die Zukunft der Luftrettung

Gesundheitsministerin Diana Gesundheitsministerin Diana Stolz: „Modernisierung der medizinischen Versorgung muss übergreifend gedacht werden.“

Die Hessische Gesundheitsministerin Diana Stolz hat den Startschuss für die Weiterentwicklung der Luftrettung in Hessen gegeben. „Die Rettung per Hubschrauber sorgt dafür, dass Menschen in Not umgehend Hilfe bekommen, wenn es besonders schnell gehen muss oder der Einsatzort schwer erreichbar ist. Damit das auch in Zukunft zuverlässig gelingt, entwickeln wir die Strukturen entlang der neuesten medizinischen und technischen Anforderungen weiter“, erklärte Stolz und verwies auf eine aktuell laufende Bestandsaufnahme der Strukturen und künftigen Bedarfe als Grundlage für die Modernisierung der hessischen Luftrettung.

„Die Luftrettung ist ein zentraler Baustein unserer medizinischen Versorgung in Hessen. Sie wird deshalb gezielt in die aktuelle Weiterentwicklung des Versorgungsnetzes einbezogen. Die einzelnen Bereiche greifen eng ineinander – umso wichtiger ist es, sie bei der Weiterentwicklung gemeinsam zu betrachten und aufeinander abgestimmt fortzuentwickeln. Bei der Modernisierung unserer medizinischen Versorgung müssen wir übergreifend denken“, unterstrich Stolz.

Datenbasierte Analyse von Notfalleinsätzen und Sekundärtransporten

Wie bereits bei der Entwicklung des neuen Krankenhausplans für Hessen sind auch für die neue Planung der Luftrettung fundierte Daten eine elementare Grundlage. Die dazu aktuell durchgeführte Bestandsaufnahme umfasst neben der Luftrettung auch die so genannten ärztlich begleiteten Sekundärtransporte. Dabei werden kritisch kranke Patientinnen und Patienten unter intensivmedizinischer Betreuung, Überwachung und Behandlung von einer Klinik in eine andere verlegt. Dies erfolgt mit speziell ausgestatteten Hubschraubern und Fahrzeugen, um beispielsweise eine spezialisierte Weiterbehandlung zu ermöglichen.

Im vergangenen Jahr wurden mehr als 4.500 Hubschraubereinsätze geflogen und mehr als 3.000 Transporte mit Intensivtransportwagen durchgeführt.

Auf Basis der Ergebnisse der Struktur- und Bedarfsanalyse werden die relevanten Beteiligten an einen Tisch geholt, um die nächsten Schritte zu planen. Dabei geht es konkret um Fragen wie: Wie viele Hubschrauber und Intensivtransportwagen werden künftig gebraucht? Wo sollten sie stationiert sein? Und wann müssen sie einsatzbereit sein?  Ziel ist, die Luftrettung und den Intensivtransport so aufzustellen, dass die passende Versorgung auch künftig schnell, zuverlässig und gut abgestimmt geleistet wird.

Die Analyse beleuchtet die aktuelle Situation der Luftrettung, bewertet die Versorgung von heute und wirft einen Blick auf die prognostizierte Entwicklung bis 2035. Dabei werden auch die Veränderungen durch die Krankenhausreform einbezogen, die neue Anforderungen an Rettungsdienste und Intensivtransporte mit sich bringen.

Hintergrund zu Luftrettung und Intensivtransporten:

Die außerklinische Notfallversorgung in Hessen wird durch den bodengebundenen Rettungsdienst in kommunaler Trägerschaft sichergestellt. Die Luftrettung in der Verantwortung des Landes steht ergänzend überregional als leistungsfähiges System bereit, um zum Beispiel bei schweren Notfällen entlegene Einsatzstellen schnell zu erreichen oder längere Transportstrecken in Spezialkliniken rasch zu bewältigen oder bei hoher Auslastung des bodengebundenen Rettungsdienstes schnellstmöglich notärztliche Hilfe an die Notfallstelle zu bringen.

In Hessen sind aktuell fünf Luftrettungsmittel stationiert: zwei Zivilschutzhubschrauber (Frankfurt am Main und Kassel), ein Rettungshubschrauber (ADAC, Fulda) und ein Intensivtransporthubschrauber-System (Johanniter Luftrettung, bestehend aus einer Stamm-Maschine in Gießen sowie einer Ersatz- und Verstärkungsmaschine in Reichelsheim/Wetterau). Diese Hubschrauber absolvierten im vergangenen Jahr gemeinsam über 4.500 Rettungseinsätze und Sekundärtransporte.

Auch der bodengebundene Intensivtransport findet überregional statt und wird daher landesweit geplant und koordiniert. In Hessen wurden im vergangenen Jahr über 3.000 Intensivtransporte mit Intensivtransportwagen durchgeführt. Für diese anspruchsvolle Aufgabe stehen derzeit in Hessen Intensivtransportwagen an neun Standorten bereit.

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